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Harvard Bioethik Konferenz 2018 — Den Tod definieren

Die dies­jäh­ri­ge Kon­fe­renz des Zen­trums für Bio­ethik der medi­zi­ni­schen Fakul­tät von Har­vard unter­sucht, Berei­che des Kon­sen­ses und der Kon­tro­ver­se der Defi­ni­ti­on des Todes und der Ethik der Organ­be­schaf­fung. Wich­ti­ge The­men sind der Fall Jahi McMath und die Not­wen­dig­keit der “infor­mier­ten Zustim­mung” des Pati­en­ten vor der Hirn­tod­dia­gno­se.

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The New Yorker — Was bedeutet es zu sterben?

Das Schick­sal von Jahi McMath hat his­to­ri­sche Dimen­sio­nen, weil es grund­sätz­li­che Fra­gen zur Hirn­tod-Def­in­ti­on auf­wirft. Im März geht der Fall in Ame­ri­ka vor Gericht. Hier die Über­set­zung des Arti­kels von Rachel Aviv “What does it mean to die?” aus “THE NEW YORKER”.

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Eine feine Linie — Ist es an der Zeit, die „dead-donor-rule“ neu zu bewerten?

Der „Uni­form Deter­mi­na­ti­on of Death Act“, auch als UDDA bezeich­net, wur­de zu Beginn der 1980er erlas­sen und von allen 50 Bun­des­staa­ten ver­ab­schie­det und bestä­tig­te die Ent­schei­dung des Komi­tees, den Hirn­tod als eine von zwei juris­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen für den ein­ge­tre­te­nen Tod auf­zu­füh­ren, neben der tra­di­tio­nel­len Defi­ni­ti­on des irrever­si­blen Still­stands von Kreis­lauf und Atmung.

Die­se bei­den Rege­lun­gen, zusam­men mit der Zustim­mung der Ange­hö­ri­gen, ermög­lich­ten es den Ärz­ten, bei juris­tisch für tot erklär­ten Pati­en­ten die lebens­er­hal­ten­den Maß­nah­men zu been­den, wodurch sie weder einen Mord begin­gen noch sonst etwas Ille­ga­les taten. Somit legi­ti­mier­ten die­se Fest­le­gun­gen ein Lager von zur Spen­de geeig­ne­ten Orga­nen, die immer noch ernährt und mit Sauer­stoff ver­sorgt wur­den.

Ob die Teil­neh­mer des Bee­cher-Komi­tees oder des UDDA-Komi­tees durch das Ziel ange­trie­ben wur­den, den Vor­rat an ver­füg­ba­ren Orga­nen zu stei­gern und ob sie die Defi­ni­ti­on des bio­lo­gi­schen Todes so zurecht­bo­gen, dass es dazu pass­te, bleibt eine Kon­tro­ver­se.

Eini­ge weni­ge Prak­ti­ker wie Truog sagen, dass das Komi­tee dif­fe­ren­zier­ter hät­te sein kön­nen. Sie hät­ten sagen kön­nen, dass Pati­en­ten ohne auto­no­men Kreis­lauf oder Atem­funk­ti­on und ohne Aus­sicht dar­auf, ihr Bewusst­sein wie­der zu erlan­gen, tech­nisch gese­hen noch am Leben sind, und es ethisch gerecht­fer­tigt sei, ihre vita­len Orga­ne zu ent­neh­men, wenn eine Zustim­mung vor­lag. Für die meis­ten Medi­zi­ner jedoch besteht kein Zwei­fel dar­an, dass sowohl der Hirn­tod als auch der Tod nach Kreis­lauf-Still­stand den wah­ren Tod bedeu­ten.

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Robert D. Truog, MD: Sollte eine informierte Zustimmung verpflichtend sein bei der Durchführung eines Apnoe-Tests bei Patienten, deren Hirntod vermutet wird? — Ja

Ist es erfor­der­lich, dass eine infor­mier­te Zustim­mung der Bevoll­mäch­tig­ten eines Pati­en­ten vor­lie­gen muss, wenn ein Apnoe-Test als Bestand­teil der Hirn­tod-Unter­su­chung durch­ge­führt wird? Die­se Fra­ge stellt sich gera­de jetzt, nicht nur weil die recht­li­chen Ent­schei­dun­gen bei die­ser Fra­ge der­zeit unter­schied­lich aus­fal­len, son­dern auch wegen einer Anzahl von Fäl­len, in denen die Fami­li­en die Hirn­tod-Dia­gno­se abge­lehnt haben, nach­dem sie getrof­fen wor­den war, und die auch die Hirn­tod-Unter­su­chung unter­sagt hät­ten, wenn man sie danach gefragt hät­te.

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