Recht

Harvard Bioethik Konferenz 2018 — Den Tod definieren

Die diesjährige Kon­ferenz des Zen­trums für Bioethik der medi­zinis­chen Fakultät von Har­vard unter­sucht, Bere­iche des Kon­sens­es und der Kon­tro­verse der Def­i­n­i­tion des Todes und der Ethik der Organbeschaf­fung. Wichtige The­men sind der Fall Jahi McMath und die Notwendigkeit der “informierten Zus­tim­mung” des Patien­ten vor der Hirn­tod­di­ag­nose.

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The New Yorker — Was bedeutet es zu sterben?

Das Schick­sal von Jahi McMath hat his­torische Dimen­sio­nen, weil es grund­sät­zliche Fra­gen zur Hirn­tod-Defin­tion aufwirft. Im März geht der Fall in Ameri­ka vor Gericht. Hier die Über­set­zung des Artikels von Rachel Aviv “What does it mean to die?” aus “THE NEW YORKER”.

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Organspende — Den Bürgern reinen Wein einschenken

Drei Mit­glieder von KAO antworteten mit Leser­briefen auf die zwei Artikel “Mutige Nach­barn” und “Nieder­lande erleich­tern Organspende” in der Süd­deutschen Zeitung vom 15. Feb­ru­ar 2018 zur Ein­führung der soge­nan­nten Wider­spruch­slöung in den Nieder­lan­den. WICHTIGER HINWEIS: Auch als Deutsch­er in den Nieder­lan­den müssen Sie nach dem nieder­ländis­chen Gesetz Wider­spruch ein­le­gen, sofern Sie sich nicht ein­er Orga­nent­nahme aus­liefern wollen.

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Eine feine Linie — Ist es an der Zeit, die „dead-donor-rule“ neu zu bewerten?

Der „Uni­form Deter­mi­na­tion of Death Act“, auch als UDDA beze­ich­net, wurde zu Beginn der 1980er erlassen und von allen 50 Bun­desstaat­en ver­ab­schiedet und bestätigte die Entschei­dung des Komi­tees, den Hirn­tod als eine von zwei juris­tis­chen Voraus­set­zun­gen für den einge­trete­nen Tod aufzuführen, neben der tra­di­tionellen Def­i­n­i­tion des irre­versiblen Still­stands von Kreis­lauf und Atmung.

Diese bei­den Regelun­gen, zusam­men mit der Zus­tim­mung der Ange­höri­gen, ermöglicht­en es den Ärzten, bei juris­tisch für tot erk­lärten Patien­ten die lebenser­hal­tenden Maß­nah­men zu been­den, wodurch sie wed­er einen Mord beg­in­gen noch son­st etwas Ille­gales tat­en. Somit legit­imierten diese Fes­tle­gun­gen ein Lager von zur Spende geeigneten Orga­nen, die immer noch ernährt und mit Sauer­stoff ver­sorgt wur­den.

Ob die Teil­nehmer des Beech­er-Komi­tees oder des UDDA-Komi­tees durch das Ziel angetrieben wur­den, den Vor­rat an ver­füg­baren Orga­nen zu steigern und ob sie die Def­i­n­i­tion des biol­o­gis­chen Todes so zurecht­bo­gen, dass es dazu passte, bleibt eine Kon­tro­verse.

Einige wenige Prak­tik­er wie Truog sagen, dass das Komi­tee dif­feren­ziert­er hätte sein kön­nen. Sie hät­ten sagen kön­nen, dass Patien­ten ohne autonomen Kreis­lauf oder Atem­funk­tion und ohne Aus­sicht darauf, ihr Bewusst­sein wieder zu erlan­gen, tech­nisch gese­hen noch am Leben sind, und es ethisch gerecht­fer­tigt sei, ihre vital­en Organe zu ent­nehmen, wenn eine Zus­tim­mung vor­lag. Für die meis­ten Medi­zin­er jedoch beste­ht kein Zweifel daran, dass sowohl der Hirn­tod als auch der Tod nach Kreis­lauf-Still­stand den wahren Tod bedeuten.

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