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KAO fordert Ein­hal­tung des gel­tenden Rechts

KAO fordert Ein­hal­tung des gel­tenden Rechts

Liegt keine Ken­nt­nis zum Patien­ten­willen vor, muss von ein­er Hirn­tod­di­ag­nose Abstand genom­men wer­den, erst recht von fremd­nützi­gen Maß­nah­men, da auch hier der Grund­satz allen ärztlichen Han­delns – nicht zu schaden – gilt. Ein möglich­er Schaden kann auch nicht durch den Nutzen für eine andere/dritte Per­son (Organempfänger) aufge­wogen wer­den.

Dr. Stahnke stellt fest : “Für die inten­sivmedi­zinis­che Behand­lung bzw. den Behand­lungsab­bruch ist die Hirn­tod­di­ag­nos­tik nicht notwendig. Dafür reicht es aus, dass die behan­del­nden Ärzte zu der Ein­schätzung gelan­gen, dass die Prog­nose für den Patien­ten aus­sicht­s­los ist und er nicht mehr von ein­er weit­eren Ther­a­pie prof­i­tiert. Dann ist in Absprache mit den Ange­höri­gen ein Behand­lungsab­bruch möglich. die Hirn­tod­di­ag­nos­tik muss bei einem noch leben­den Men­schen nur zum Zweck der Orga­nent­nahme durchge­führt wer­den.“

Robert D. Truog, MD: Sollte eine informierte Zus­tim­mung verpflich­t­end sein bei der Durch­führung eines Apnoe-Tests bei Patien­ten, deren Hirn­tod ver­mutet wird? — Ja

Robert D. Truog, MD: Sollte eine informierte Zus­tim­mung verpflich­t­end sein bei der Durch­führung eines Apnoe-Tests bei Patien­ten, deren Hirn­tod ver­mutet wird? — Ja

Ist es erforder­lich, dass eine informierte Zus­tim­mung der Bevollmächtigten eines Patien­ten vor­liegen muss, wenn ein Apnoe-Test als Bestandteil der Hirn­­tod-Unter­­suchung durchge­führt wird? Diese Frage stellt sich ger­ade jet­zt, nicht nur weil die rechtlichen Entschei­dun­gen bei dieser Frage derzeit unter­schiedlich aus­fall­en, son­dern auch wegen ein­er Anzahl von Fällen, in denen die Fam­i­lien die Hirn­­tod-Diag­nose abgelehnt haben, nach­dem sie getrof­fen wor­den war, und die auch die Hirn­­tod-Unter­­suchung unter­sagt hät­ten, wenn man sie danach gefragt hätte.

Orga­nent­nahme ver­hin­dert men­schen­würdi­ges Ster­ben und raubt den let­zten Abschied

Orga­nent­nahme ver­hin­dert men­schen­würdi­ges Ster­ben und raubt den let­zten Abschied

Das habe ich nicht gewusst! Organspende, dachte ich, muss etwas Gutes sein, wenn es kranken Men­schen hil­ft am Leben zu bleiben. Und natür­lich ist der Men­sch tot, dem die Organe ent­nom­men wer­den. Im Ausweis heißt es doch “nach meinem Tod”. So habe ich das auch geglaubt. Ich hätte nie für möglich gehal­ten, dass Ärzte nicht davor zurückschreck­en, einen ster­ben­den Men­schen mit allen Mit­teln ärztlich­er Kun­st am Leben zu hal­ten, nur damit sie seine leben­den Organe bekom­men. Aus dem schreck­lichen Geschehen um das Ster­ben meines Sohnes kann ich jedoch bezeu­gen, dass es sich bei einem so genan­nten Hirn­toten um einen noch leben­den Men­schen han­delt.

Der Men­sch – (k)ein Geheim­nis oder die Zwick­müh­le Gottes

Der Men­sch – (k)ein Geheim­nis oder die Zwick­müh­le Gottes

Gott in der Zwick­müh­le: Soll er jet­zt einen gesun­den Men­schen auf der Höhe seines Lebens schw­er verunglück­en lassen, den Sohn der Fam­i­lie Mey­er, den Sohn der Fam­i­lie Grein­ert, den Sohn der Fam­i­lie Focke, damit ein ander­er seine Organe bekommt? Wer hat mehr Anspruch darauf weit­er zu leben? Wer ist mehr wert? Oder hat gar ein­er mehr gesündigt? Ich muss Ihnen sagen, ich bin empört über diese Gedanken­losigkeit, mit der man meint, Gott auf seine Seite ziehen zu kön­nen.

In der Zwick­müh­le befind­en sich let­ztlich ja auch der Patient, der auf ein Organ wartet, und sein Arzt. Sie ger­at­en in die moralis­che Falle, den Tod eines anderen Men­schen mit brauch­baren Orga­nen wün­schen zu sollen.

Aber the­ol­o­gisch gese­hen über­höht man religiös eine medi­zinis­che Tech­nik, nur weil deren Pro­tag­o­nis­ten mit der Heils­botschaft in die Öffentlichkeit treten, sie kön­nten Leben ret­ten. Wir wis­sen, dass mit einem solchen Ver­sprechen Erwartun­gen geweckt wer­den, die oft­mals gar nicht ein­gelöst wer­den, weil die Organempfänger zu chro­nisch Kranken gemacht wer­den.

Video: Hirn­tod -Tod bei lebendi­gem Leib

Video: Hirn­tod -Tod bei lebendi­gem Leib

Welch­es Trau­ma eine Orga­nent­nahme für die Ange­höri­gen des Spenders bedeuten kann, zeigt der Fall des 15-jähri­­gen Lorenz Mey­er. Die Eltern wur­den bere­its eine Nacht nach der Ein­liefer­ung ihres Sohnes in eine Schweiz­er Klinik mit der Frage nach Orga­nent­nahme kon­fron­tiert. In ihrer Verzwei­flung stimmten sie trotz aller Vor­be­halte der Ent­nahme der Nieren zu. Ein Schritt, den sie im Nach­hinein bit­ter bereuen soll­ten.
Erst bestand nur der Ver­dacht, dass mehr Organe ent­nom­men wur­den, als zuge­sagt. Doch dann stellte sich her­aus, dass es gravierende Zweifel an der Richtigkeit der Hirn­tod­di­ag­nos­tik gibt.

PDFKAO Organ­spende­WIDER­SPRUCH

In Deutsch­land ist wie in den meis­ten Län­dern Wider­spruch erforder­lich, wenn man kein Organspender sein will. Denn wer nicht selb­st für sich entschei­det, über den entschei­den andere.

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