Robert D. Truog, MD: Sollte eine informierte Zustimmung verpflichtend sein bei der Durchführung eines Apnoe-Tests bei Patienten, deren Hirntod vermutet wird? — Ja

Ist es erforder­lich, dass eine informierte Zus­tim­mung der Bevollmächtigten eines Patien­ten vor­liegen muss, wenn ein Apnoe-Test als Bestandteil der Hirn­tod-Unter­suchung durchge­führt wird? Diese Frage stellt sich ger­ade jet­zt, nicht nur weil die rechtlichen Entschei­dun­gen bei dieser Frage derzeit unter­schiedlich aus­fall­en, son­dern auch wegen ein­er Anzahl von Fällen, in denen die Fam­i­lien die Hirn­tod-Diag­nose abgelehnt haben, nach­dem sie getrof­fen wor­den war, und die auch die Hirn­tod-Unter­suchung unter­sagt hät­ten, wenn man sie danach gefragt hätte.

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Der Mensch – (k)ein Geheimnis oder die Zwickmühle Gottes

Gott in der Zwick­müh­le: Soll er jet­zt einen gesun­den Men­schen auf der Höhe seines Lebens schw­er verunglück­en lassen, den Sohn der Fam­i­lie Mey­er, den Sohn der Fam­i­lie Grein­ert, den Sohn der Fam­i­lie Focke, damit ein ander­er seine Organe bekommt? Wer hat mehr Anspruch darauf weit­er zu leben? Wer ist mehr wert? Oder hat gar ein­er mehr gesündigt? Ich muss Ihnen sagen, ich bin empört über diese Gedanken­losigkeit, mit der man meint, Gott auf seine Seite ziehen zu kön­nen.

In der Zwick­müh­le befind­en sich let­ztlich ja auch der Patient, der auf ein Organ wartet, und sein Arzt. Sie ger­at­en in die moralis­che Falle, den Tod eines anderen Men­schen mit brauch­baren Orga­nen wün­schen zu sollen.

Aber the­ol­o­gisch gese­hen über­höht man religiös eine medi­zinis­che Tech­nik, nur weil deren Pro­tag­o­nis­ten mit der Heils­botschaft in die Öffentlichkeit treten, sie kön­nten Leben ret­ten. Wir wis­sen, dass mit einem solchen Ver­sprechen Erwartun­gen geweckt wer­den, die oft­mals gar nicht ein­gelöst wer­den, weil die Organempfänger zu chro­nisch Kranken gemacht wer­den.

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Harvard Bioethik Konferenz 2018 — Den Tod definieren

Die diesjährige Kon­ferenz des Zen­trums für Bioethik der medi­zinis­chen Fakultät von Har­vard unter­sucht, Bere­iche des Kon­sens­es und der Kon­tro­verse der Def­i­n­i­tion des Todes und der Ethik der Organbeschaf­fung. Wichtige The­men sind der Fall Jahi McMath und die Notwendigkeit der “informierten Zus­tim­mung” des Patien­ten vor der Hirn­tod­di­ag­nose.

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The New Yorker — Was bedeutet es zu sterben?

Das Schick­sal von Jahi McMath hat his­torische Dimen­sio­nen, weil es grund­sät­zliche Fra­gen zur Hirn­tod-Defin­tion aufwirft. Im März geht der Fall in Ameri­ka vor Gericht. Hier die Über­set­zung des Artikels von Rachel Aviv “What does it mean to die?” aus “THE NEW YORKER”.

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