Aktuell

Initiativstellungnahme zur Ausschussberatung: Änderung des Transplantationsgesetzes

Da ein Systemwechsel an erster Stelle die Rechtssituation der Intensivpatienten mit einer schweren Hirnschädigung und die ihrer Angehörigen verändern würde, fordern wir den Gesetzgeber auf, sich auf Fragen der eigentlichen, von der Widerspruchsregelung betroffenen Zielgruppe zu konzentrieren: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen umgrenzen den individuellen, ärztlichen und familiären Handlungsspielraum, wenn mein Großvater, meine Mutter, mein Bruder, meine Tochter, meine Enkelin oder ich selbst z.B. aufgrund einer Hirnblutung, eines Schlaganfalls, eines Hirntumors oder einer schweren Kopfverletzung auf der Intensivstation als potenzieller Organspender identifiziert würde?

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Hintergrund: Namentliche Abstimmung im Deutschen Bundestag (exemplarisch)Deutscher Bundestag | Achim Melde
FAZ Buchbesprechung: "Das "Hirntod"-Konzept und der Tod des Menschen"Background created with Grok

KAO Stellungnahme: Widerspruchsregelung verfassungswidrig

Die Einführung einer Widerspruchsregelung bedeutet: Jeder Mensch gilt als „Organspender“, wenn er nicht ausdrücklich widersprochen hat. Nur durch einen Widerspruch kann die Organentnahme verhindert werden. Den Bürgerinnen und Bürgern werden aber wesentliche Informationen, die zur Wahrnehmung des Widerspruchsrechts erforderlich wären, vorenthalten.

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Hand zeigt Stopp-GesteFoto von Beth Hope | Unsplash

Schwerste Eingriffe in Patientenrechte – 5 Gründe gegen die Einführung der Widerspruchsregelung

Dringender Appell an die Bundestagsabgeordneten zur Widerspruchsregelung: Die Medizinhistorikerin und Buchautorin Prof. Dr. Anna Bergmann warnt eindringlich vor einem fragwürdigen Gesetz.

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Weiter Nein zur Widerspruchsregelung - Offener Brief von Dr. med. Hans-Jachim Ritz

Voraussetzung für eine Widerspruchsregelung ist eine angemessene Aufklärung, die nicht mit einer Werbung für Organspenden verwechselt werden kann, sondern auch untrennbar mit der Transplantationsmedizin verbundene Probleme anspricht, die einen Spender abschrecken könnten.

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Weiter Nein zur Widerspruchsregelung - Offener Brief von Gebhard Focke

Ein Punkt, der in der öffentlichen Diskussion meiner Beobachtung nach gar nicht vorkommt, ist die Tatsache, dass jeder Mensch, der nicht widerspricht, den Gewebe-Banken als Freiwild dient: Solange er bereit ist, Organe und Gewebe abzugeben, können - auch ohne den Eintritt des „Hirntodes“- die Haut, die Knochen, Sehnen, Faszien von einer Industrie verwertet werden, die nicht gerade für ihre Gemeinnützigkeit bekannt ist, sondern für Gewinnmaximierung.

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Weiter Nein zur Widerspruchsregelung - Offener Brief von Renate Greinert

1967 schuf die Umdefinierung des irreversiblen Komas in Hirntod die Voraussetzung für die Organentnahme [...]
Aber der Mensch ist immer noch ein integriertes Ganzes, mit allen Funktionen, die ihn zu einem Menschen machen. Er hat einen eigenen Herzschlag, die Blutzirkulation funktioniert, Sauerstoffaustausch, Reflexe, spontane Bewegungen, Verdauung, Blutreinigung, Ausscheidung, Immunsystem, Wundheilung, alles funktioniert.

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Namentliche Abstimmung im Deutschen Bundestag (exemplarisch)Deutscher Bundestag | Achim Melde

Zum dritten Versuch, die Widerspruchslösung für die Regelung der Organ- und Gewebespende einzuführen

Eine Initiative von Abgeordneten des Deutschen Bundestages unternimmt mittlerweile den dritten Versuch, die Widerspruchsregelung (Drucks. 21/7579) einzuführen. Damit soll jeder volljährige Bundesbürger automatisch zum potenziellen Spender gemacht und einer Organ- sowie Gewebeentnahme unterzogen werden können – es sei denn, er hat vorher aktiv widersprochen.

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