KAO • Pressemit­teilun­gen • 50 Jahre Herz­trans­plan­ta­tion — 20 Jahre Trans­plan­ta­tion­s­ge­setz in Deutsch­land — KAO e.V. bilanziert die Geschichte ein­er großen Täuschung

50 Jahre Herztransplantation — 20 Jahre Transplantationsgesetz in Deutschland — KAO e.V. bilanziert die Geschichte einer großen Täuschung

von | 1. Dez 2017 | Pressemit­teilun­gen | 0 Kom­mentare

Wenn wir die Gesellschaft aufk­lären, bekom­men wir keine Organe mehr!“ Prof Pichlmayr(+), Trans­plan­ta­tion­schirurg, 1987

Der Vere­in KRITISCHE AUFKLÄRUNG ÜBER ORGANTRANSPLANTATIONKAO e.V. stellt fest, dass seit Jahrzehn­ten die Men­schen bei der Organspende in die Irre geführt wer­den.

Diese Geschichte begann nicht als Ver­such, Patien­ten mit ein­er neuen Behand­lungsmeth­ode zu helfen, son­dern als knall­har­ter Konkur­ren­zkampf: Wer ist der Erste? Wer kann schneller/skrupelloser lebende Herzen verpflanzen? Barnard im fer­nen Südafri­ka machte das Ren­nen, nach­dem er in Ameri­ka im Herzen der Trans­plan­ta­tion­s­medi­zin aus­ge­bildet wor­den war.

Als näch­stes kam die Täuschung durch das Ad-hoc-Komi­tee in Har­vard, das eine Umdefinierung des Todes vor­nahm: Nur wenn man den Men­schen weis­machen kon­nte, dass man entsprechende „Leichen“ hat­te, war Trans­plan­ta­tion­s­medi­zin über­haupt möglich. Deshalb wur­den Koma­p­a­tien­ten zu „Hirn­toten“ umdefiniert. Auch musste man die Entschei­dungsträger überzeu­gen – und das gelang leicht. Der Ver­fas­sungsrechtler Prof. Rix­en nan­nte diese Denkweise in den Siebzigern „Zeit­geist­sur­fen“: Nie­mand wollte Spielverder­ber sein bei dieser neuen Tech­nolo­gie, und so gab es bald das große Kartell von Trans­plan­ta­tion­s­medi­zin­ern, Kirchenoberen und Poli­tik­ern, angetrieben von der Phar­main­dus­trie und der Hoff­nung der Men­schen auf ein „neues Organ“ für das eigene Über­leben.

Alle waren sich einig, dass das Volk überzeugt wer­den musste, die Organe unent­geltlich abzugeben; damit ließ sich ein Mil­liar­den­markt füt­tern.

Die Kirchen rede­ten von „Näch­sten­liebe“, die Medi­zin­er vom „Tod“, von „inner­lich Enthaupteten“ oder von „human veg­etable“, wenn sie die sog. „Hirn­toten“ mein­ten; die Poli­tik­er dacht­en und denken sich bis heute Ver­fahren aus, wie man die Men­schen dazu bringen/sie dazu zwin­gen kann, ihre Organe herzugeben: Erweit­erte Zus­tim­mungslö­sung, Entschei­dungslö­sung, Wider­spruch­slö­sung, Not­stand­slö­sung…

Ange­hörige wer­den in ein­er Schock­si­t­u­a­tion unter Druck geset­zt – ent­ge­gen den son­st gel­tenden Regeln müssen sie nach einem „mut­maßlichen Willen des Ver­stor­be­nen“ entschei­den. Die Ärzte nehmen an den Patien­ten Unter­suchun­gen vor, ohne vorher sie oder ihre Bevollmächtigten zu informieren, (organ­pro­tek­tive Mass­nah­men); sie erk­lären die Hirn­to­dun­ter­suchung zu ein­er nor­malen Todes­fest­stel­lung, obwohl bei der ersten Unter­suchung der im Bett liegende Patient zweifel­los noch ein Leben­der ist. Nach der Unter­suchung soll er dann tot sein, obwohl sich an seinem Zus­tand nichts geän­dert hat.

Dieses alles soll der Bevölkerung durch „Aufk­lärungskam­pag­nen“ nahe gebracht wer­den, die nichts anderes waren und sind als Wer­bung, Pro­pa­gan­da, Falschin­for­ma­tion, Ver­schleierung, Ver­drän­gung.

Diese Tat­sachen sind inzwis­chen inter­na­tionales Wis­sen, das sich jed­er ver­schaf­fen kann, und es gab auch von Anfang an Kri­tik­er dieser Medi­zin und der von ihr benutzten Def­i­n­i­tio­nen, ange­fan­gen bei dem Philosophen Hans Jonas, der auch begrün­dete, warum die Men­schen nicht begreifen, was sich unter dem Män­telchen der Näch­sten­liebe ver­steckt: Die Trans­plan­ta­tion­s­medi­zin arbeit­et mit dem Unvorstell­baren, Men­schen als Sache, als Organ­lager zu betra­cht­en. Hans Jonas ist nicht der einzige Kri­tik­er. Viele Medi­zin­er, Juris­ten und Ethik­er weltweit machen darauf aufmerk­sam, dass hier rote Lin­ien über­schrit­ten wer­den, beson­ders die, dass man ster­bende Men­schen als Heilmit­tel, und damit als Sache, für andere Schw­erkranke benutzt. Der Tod des einen ist die Voraus­set­zung für eine Behand­lung des anderen.

Und diese anderen, die Organempfänger?

Nur wenig hört man in der Öffentlichkeit davon, wie es ihnen wirk­lich erge­ht – in der Regel wird nach dem Ein­set­zen des „neuen“ Organs die Geschichte been­det.

Es gibt keine valide Sta­tis­tik in Deutsch­land über die Behand­lungser­folge und Mis­ser­folge; das geplante Trans­plan­ta­tion­sreg­is­ter ist ver­wässert. Man ist also angewiesen auf die öffentlichen Ver­laut­barun­gen, die nur ein Ziel haben: Mehr Organe zu gewin­nen.

Diese Geschichte der vielfachen Täuschung macht inzwis­chen viele Men­schen mis­strauisch und hat natür­lich Fol­gen, was man an weltweit­en Kla­gen über zu wenige Organspenden sehen kann. Klar ist auch, dass es nie genü­gend „Spender“ geben wird, auch nicht bei Auss­chöp­fung des gesamten „Spender­pools“ .Dazu kom­men die immer wieder veröf­fentlicht­en Berichte über krim­inelle Machen­schaften auf allen Ebe­nen dieses undurch­schaubaren Sys­tems.

Die Mit­glieder von KAO e.V. – Kri­tis­che Aufk­lärung über Organtrans­plan­ta­tion – haben es sich zur Auf­gabe gemacht, über diese Zusam­men­hänge und Tat­sachen zu informieren, weil es keine neu­trale staatliche Stelle gibt, die dieses übern­immt. Der Vere­in wurde gegrün­det von Eltern, die ihre verunglück­ten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hin­ter­gründe zu diesem Zeit­punkt genau genug zu ken­nen, und die ihre Entschei­dung bereut haben. „Wir wollen deshalb durch Aufk­lärung andere Men­schen davor bewahren, unvoll­ständig informiert vorschnell ein­er Orga­nent­nahme zuzus­tim­men — sei es bei sich selb­st oder Ange­höri­gen“, so Dr. med. Mar­tin Stahnke, 1. Vor­sitzen­der von KAO.

KAO fordert:

Führt eine Aufk­lärung durch, die diesen Namen auch ver­di­ent, umfassend und ergeb­nisof­fen!

Lasst allen Men­schen, auch den Ster­ben­den, ihre Würde und die Möglichkeit eines beschützten Ster­bens!