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KAO Pres­se­mit­tei­lung – Tag der Organ­spen­de 2020

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Rena­te Grei­nert
1.Vorsitzende

Pres­se­mit­tei­lung zum Tag der Organ­spen­de 06.06.2020

Wenn wir die Gesell­schaft auf­klä­ren, bekom­men wir kei­ne Orga­ne mehr!“
Prof. Rudolf Pichlmayr

Vie­le Opfer von Hirn­blu­tun­gen, Schlag­an­fäl­len oder durch Unfäl­le Schwerst­hirn­ver­letz­te wer­den durch künst­li­che Beatmung zwar am Ster­ben gehin­dert, aber auch nicht ins Leben zurück­ge­holt. Solan­ge die Medi­zi­ner die­se Pati­en­ten beatmen kön­nen, sind sie nicht tot, son­dern zei­gen alle Zei­chen des Lebens, bis auf die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit. Daher kön­nen sie nicht für sich spre­chen, sich nicht weh­ren, wenn sie als mög­li­cher Organ­spen­der iden­ti­fi­ziert und behan­delt wer­den. (GZSO)[1]

Um unge­straft Orga­ne ent­neh­men zu kön­nen wur­de 1968 in Harvard/​USA die Rechts­fik­ti­on des soge­nann­ten „Hirn­to­des“ geschaf­fen, der die­se Pati­en­ten juris­tisch für „tot“ erklärt: die Grund­la­ge für die Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin, die ohne die lebens­fri­schen Orga­ne die­ser Pati­en­ten nicht exis­tie­ren wür­de. Der ame­ri­ka­ni­sche Trans­plan­ta­ti­ons­be­für­wor­ter Pro­fes­sor Robert Truog spricht inzwi­schen in die­sem Zusam­men­hang von „jus­ti­fied kil­ling“.

Die deut­sche Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin ist taub auf bei­den Ohren. Unser Gesund­heits­mi­nis­ter hört nur ein­sei­tig die Bedürf­nis­se der Trans­plan­tier­ten. Die stum­men Schreie der zu „Spen­dern gemach­ten Pati­en­ten“, denen man bei leben­di­gem Lei­be ihre Orga­ne ent­nimmt, wer­den aus­ge­blen­det. Bei 8 von 10 Pati­en­ten liegt kei­ne per­sön­li­che Ent­schei­dung vor: Die Ange­hö­ri­gen im Schock­zu­stand sol­len, müs­sen dann unter Zeit­druck ent­schei­den. Sie sind so wenig auf­ge­klärt, wie der Rest der Gesell­schaft.

Die deut­sche Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin – wir­kungs­voll unter­stützt von Phar­ma­in­dus­trie und Poli­tik – ver­fährt wei­ter nach dem Satz ihres berühm­ten Leber­trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zi­ners Prof. Pichlmayr: “Wenn wir die Gesell­schaft auf­klä­ren, bekom­men wir kei­ne Orga­ne mehr!“

Die auf ein Organ war­ten­den Men­schen wären ent­setzt: Sie wol­len eine zwei­te Chan­ce, oft auch eine drit­te oder vier­te – dem Spen­der aber lässt man kei­ne Chan­ce.

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