Hannover, den 21.09.2026
Sehr geehrter Frau Bundestagsabgeordnete,
Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter,
seit 1968 gibt es die Übertragung von vitalen Organen, entnommen aus dem Körper von Hirntoten. Diese „ Hirntoten“ werden mit allen medizinischen Möglichkeiten am Leben gehalten und an ihrem lebenden Körper wird dann der Hirntod festgestellt, der die Mediziner zur Organentnahme berechtigt,
Geändert hat sich an dem Procedere der Organentnahme nichts. Sie findet genauso statt , wie sie vor nunmehr fast 60 Jahren stattgefunden hat. Ein Mensch wird in seinem Sterbeprozess auf den Operationstisch geschnallt, beatmet und dann werden ihm die Organe aus dem Körper präpariert. Der Mensch ist noch nicht tot, sondern ist als hirntot definiert. Wie tot allerdings ein Hirntoter ist, darüber streitet die Medizinwelt seit fast 60 Jahren .
1967 schuf die Umdefinierung des irreversiblen Komas in Hirntod die Voraussetzung für die Organentnahme. Man nannte ihn auch Tod der Person oder Tod des Individuums und nahm dabei stillschweigend in Kauf, dass die Gesellschaft diese Begriffe so verstand, dass hier ein Mensch verstorben ist.
Aber der Mensch ist immer noch ein integriertes Ganzes, mit allen Funktionen, die ihn zu einem Menschen machen. Er hat einen eigenen Herzschlag, die Blutzirkulation funktioniert, Sauerstoffaustausch, Reflexe, spontane Bewegungen, Verdauung, Blutreinigung, Ausscheidung, Immunsystem, Wundheilung, alles funktioniert. Am beeindruckendsten ist aber sicher, dass eine schwangere „hirntote“ Frau noch monatelang ein Kind in sich heranwachsen lassen kann und auch dieses Kind gesund zur Welt bringen kann. ( Max Siegel, geboren in der Filderklinik, nachdem seine Mutter monatelang im „Hirntod“ gelegen hat.)
Ein hirntoter Mensch muss beatmet werden. das müssen die meisten Menschen auf der Intensivstation und sind trotzdem nicht tot.
Bitte lesen Sie dazu auch meinen Text, in dem ich meine Erfahrungen aufgeschrieben habe: online als PDF zum Herunterladen.
Freundliche Grüße,
Renate Greinert












