Weiter Nein zur Widerspruchsregelung - Offener Brief von Gebhard Focke

Brief an die Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bundestages

Geplan­te Ein­füh­rung der Wider­spruchs­re­ge­lung bei der Organentnahme

Han­no­ver, den 21.09.2026

Sehr geehr­te Frau Abge­ord­ne­te,
sehr geehr­ter Herr Abgeordneter,

erneut wird ver­sucht, das Auf­kom­men an trans­plan­tier­ba­ren Orga­nen in Deutsch­land durch die Ein­füh­rung der Wider­spruchs­re­ge­lung zu erhö­hen. Wie auch schon bis­lang ist es den Befür­wor­tern nicht gelun­gen, eine über­zeu­gen­de Begrün­dung dafür vor­zu­le­gen, außer: „Wir brau­chen mehr Organe“.

Die kri­ti­schen Punk­te sind seit Ein­füh­rung die­ser Medi­zin in den 60er Jah­ren immer noch die gleichen:

  1. Die Behaup­tung, der „Hirn­tod“, auch irrever­si­bler Hirn­funk­tions­aus­fall genannt, sei der Tod des Men­schen, ist falsch.
  2. Die damit in Ver­bin­dung ste­hen­de „Tote-Spen­der-Regel“ ist folg­lich eine Lüge, mit der eine straf­freie Ent­nah­me von Orga­nen mög­lich gemacht wird.
  3. Die von der Bun­des­ärz­te­kam­mer, einer pri­vat­recht­li­chen Orga­ni­sa­ti­on, vor­ge­ge­be­nen Richt­li­ni­en zur Fest­stel­lung die­ses „Todes“ ver­sto­ßen gegen jede wis­sen­schaft­li­che Begründ­bar­keit, sind will­kür­lich und umfas­sen nur weni­ge Tei­le des Gehirns.

Ich ver­wei­se zur nähe­ren Infor­ma­ti­on auf das neue Buch von

Rai­ner Beck­mann
Das Hirn­tod­kon­zept und der Tod des Men­schen.
Eine Unter­su­chung aus der Per­spek­ti­ve pro­zes­sua­ler Beweisführung

Eine Rezen­si­on dazu ist erschie­nen in der FAZ vom 18.8.26.
Die­se ist abzu­ru­fen von der Sei­te des Ver­eins KAO e.V.-Kritische Auf­klä­rung über Organ­trans­plan­ta­ti­on e.V.: https://​initia​ti​ve​-kao​.de/​f​a​z​-​d​e​r​-​h​i​r​n​t​o​d​-​i​s​t​-​n​i​c​h​t​-​d​e​r​-​t​o​d​-​d​e​s​-​m​e​n​s​chen/.

Ein Punkt, der in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on mei­ner Beob­ach­tung nach gar nicht vor­kommt, ist die Tat­sa­che, dass jeder Mensch, der nicht wider­spricht, den Gewe­be-Ban­ken als Frei­wild dient: Solan­ge er bereit ist, Orga­ne und Gewe­be abzu­ge­ben, kön­nen – auch ohne den Ein­tritt des „Hirn­to­des“- die Haut, die Kno­chen, Seh­nen, Fas­zi­en von einer Indus­trie ver­wer­tet wer­den, die nicht gera­de für ihre Gemein­nüt­zig­keit bekannt ist, son­dern für Gewinn­ma­xi­mie­rung.

Den­ken Sie dar­an, was Sie sich, Ihren Ange­hö­ri­gen und Ihren Wäh­lern zumu­ten wol­len!

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Geb­hard Focke

E‑Mail: gebhard.​focke.​kao@​kabelmail.​de

Fünf Offe­ne Brie­fe zur Wider­spruchs­re­ge­lung im Sep­tem­ber 2026

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