Buchauszug

Dick Teresi: Spender mit schlagendem Herzen

Im Jahr 1968 trafen sich 13 Männer an der Harvard Medical School, um faktisch 5.000 Jahre der Beschäftigung mit dem Tod umzustoßen. Innerhalb von drei Monaten produzierte das Harvard-Komitee (unter der Bezeichnung: „the Ad Hoc Committee of the Harvard Medical School to Examine the Definition of Brain Death“) eine einfache Sammlung von Kriterien, die es heute Ärzten erlauben, einen Menschen in einem kürzeren Zeitraum für tot zu erklären, als man für eine gründliche Augen-Untersuchung benötigt. Man verwendete viele medizinische Fachbegriffe, aber letztendlich bezogen sich die Kriterien des Komitees nicht mehr auf biologische Fakten, sondern auf philosophische Erwägungen. Nach wenigen Jahren wurde vom größten Teil des medizinischen Establishments akzeptiert, dass der Tod nicht dadurch definiert wurde, dass ein Herz nicht mehr zum Schlagen gebracht werden konnte oder dass die Lungen nicht mehr atmen konnten. Nein, man wurde für tot gehalten, wenn man unter einem Verlust der Persönlichkeit litt.

Aber bevor wir erkennen, was es für reale Patienten bedeutet, wenn Philosophie an Stelle von Wissenschaft eingesetzt wird, lassen Sie uns die Kriterien betrachten, von denen die Autoren der Harvard Medical School glaubten, dass sie auf ein „dauerhaft nicht funktionierendes Gehirn“ hinwiesen:

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