Author: wittmann-e

KAO warnt vor der Internetseite „Netzwerk Spenderfamilie“

Man fühlt sich erin­nert an das Buch „Die geheimen Ver­führer“ von Vance Packard, in dem er die psy­chol­o­gisch-manip­u­la­tiv­en Strate­gien der Wer­be­wirtschaft aufdeck­te. Auch die Inter­net­seite „Net­zw­erk Spender­fam­i­lie“ ist mit pro­fes­sioneller Wer­bung gemacht. Aber klärt sie wirk­lich auf, wie sie es als Beratung von Spender­fam­i­lien vorgibt?

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Der Mensch – (k)ein Geheimnis oder die Zwickmühle Gottes

Gott in der Zwick­müh­le: Soll er jet­zt einen gesun­den Men­schen auf der Höhe seines Lebens schw­er verunglück­en lassen, den Sohn der Fam­i­lie Mey­er, den Sohn der Fam­i­lie Grein­ert, den Sohn der Fam­i­lie Focke, damit ein ander­er seine Organe bekommt? Wer hat mehr Anspruch darauf weit­er zu leben? Wer ist mehr wert? Oder hat gar ein­er mehr gesündigt? Ich muss Ihnen sagen, ich bin empört über diese Gedanken­losigkeit, mit der man meint, Gott auf seine Seite ziehen zu kön­nen.

In der Zwick­müh­le befind­en sich let­ztlich ja auch der Patient, der auf ein Organ wartet, und sein Arzt. Sie ger­at­en in die moralis­che Falle, den Tod eines anderen Men­schen mit brauch­baren Orga­nen wün­schen zu sollen.

Aber the­ol­o­gisch gese­hen über­höht man religiös eine medi­zinis­che Tech­nik, nur weil deren Pro­tag­o­nis­ten mit der Heils­botschaft in die Öffentlichkeit treten, sie kön­nten Leben ret­ten. Wir wis­sen, dass mit einem solchen Ver­sprechen Erwartun­gen geweckt wer­den, die oft­mals gar nicht ein­gelöst wer­den, weil die Organempfänger zu chro­nisch Kranken gemacht wer­den.

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