Praxis

Video : Hirntod -Tod bei lebendigem Leib

Welches Trauma eine Organ­ent­nahme für die Ange­hö­rigen des Spenders bedeuten kann, zeigt der Fall des 15-jäh­rigen Lorenz Meyer. Die Eltern wurden bereits eine Nacht nach der Ein­lie­ferung ihres Sohnes in eine Schweizer Klinik mit der Frage nach Organ­ent­nahme kon­fron­tiert. In ihrer Ver­zweiflung stimmten sie trotz aller Vor­be­halte der Ent­nahme der Nieren zu. Ein Schritt, den sie im Nach­hinein bitter bereuen sollten.
Erst bestand nur der Ver­dacht, dass mehr Organe ent­nommen wurden, als zugesagt. Doch dann stellte sich heraus, dass es gra­vie­rende Zweifel an der Rich­tigkeit der Hirn­tod­dia­gnostik gibt.

mehr lesen

Video : Organspende ? – Nein. Er braucht seine Organe selber

Pro­gnose Tod – Wann ist die Frage nach Organen erlaubt ?
In vielen Kli­niken werden die Ange­hö­rigen eines Pati­enten wenige Stunden nach der Ein­lie­ferung nach Organ­ent­nahme gefragt. Zu diesem Zeit­punkt ist oft noch keine Hirn­tod­dia­gnostik durch­ge­führt worden. Gerecht­fertigt wird die Frage nach Organen mit einer aus Sicht der Ärzte aus­sichts­losen Pro­gnose. Doch ist das Thema Organ­ent­nahme zu diesem Zeit­punkt nicht ver­früht ?
Welche fatalen Aus­wir­kungen solche vor­ei­ligen Pro­gnosen für die Betrof­fenen, ihre Ange­hö­rigen, aber auch für die Kli­niken haben können, zeigt der Fall von Thomas Linder.

mehr lesen

Trauma Organspende

Mir fällt es nicht leicht, über die Organ­ent­nahme bei unserem Sohn Lorenz zu berichten. Das ist ein trau­ma­ti­sches Geschehen.

Über das Kind, den Unfall, den Tod und die Zeit danach kann ich gut sprechen. Das half mir sogar sehr in der Trauer. Ganz anders verhält es sich mit der Organ­ent­nahme. Die hatte ich ver­drängt, darüber hatte ich Jahre nicht geredet – noch nicht einmal mit meiner Frau. Ich hatte mich geschämt und ich schäme mich noch heute, dass ich mich habe mani­pu­lieren und beim Sterben des Kindes weg­schicken lassen, statt es zu begleiten bis zuletzt.

mehr lesen