Organtransplantation

Christlich gesehen

Der Mensch – (k)ein Geheimnis oder die Zwickmühle Gottes

Gott in der Zwick­mühle : Soll er jetzt einen gesunden Men­schen auf der Höhe seines Lebens schwer ver­un­glücken lassen, den Sohn der Familie Meyer, den Sohn der Familie Greinert, den Sohn der Familie Focke, damit ein anderer seine Organe bekommt ? Wer hat mehr Anspruch darauf weiter zu leben ? Wer ist mehr wert ? Oder hat gar einer mehr gesündigt ? Ich muss Ihnen sagen, ich bin empört über diese Gedan­ken­lo­sigkeit, mit der man meint, Gott auf seine Seite ziehen zu können.

In der Zwick­mühle befinden sich letztlich ja auch der Patient, der auf ein Organ wartet, und sein Arzt. Sie geraten in die mora­lische Falle, den Tod eines anderen Men­schen mit brauch­baren Organen wün­schen zu sollen.

Aber theo­lo­gisch gesehen überhöht man religiös eine medi­zi­nische Technik, nur weil deren Prot­ago­nisten mit der Heils­bot­schaft in die Öffent­lichkeit treten, sie könnten Leben retten. Wir wissen, dass mit einem solchen Ver­sprechen Erwar­tungen geweckt werden, die oftmals gar nicht ein­gelöst werden, weil die Organ­emp­fänger zu chro­nisch Kranken gemacht werden. 

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