Kontakt

Kontaktangebot für Angehörige von Menschen im Hirnversagen

Gegenwärtig (2012) wird in Deutschland über eine Neuregelung des Transplantationsgesetzes diskutiert. Ziel der vorgeschlagenen Gesetzesentwürfe ist, mehr Organe für Transplantationen zur Verfügung zu haben. Die belastenden Erfahrungen von Angehörigen, die stellvertretend in eine Organentnahme eingewilligt haben, werden in der Debatte kaum oder gar nicht berücksichtigt.

  • Wir bieten Angehörigen, die ähnlich negative Erfahrungen wie wir gemacht haben, einen Gesprächsaustausch an. Über das Erlebte zu sprechen kann befreiend sein, besonders weil die öffentliche Meinung diese Seite ausblendet.
     
  • Wir machen dieses Angebot auch Menschen, die in einer Akutsituation nach dem mutmaßlichen Willen ihres sterbenden Angehörigen in Bezug auf Organspende gefragt werden. Sie können und dürfen innehalten und bei uns eine zweite Meinung einholen. Denn im Schockzustand eine nicht rückgängig zu machende Entscheidung treffen zu sollen, ist eine Zumutung. Bei anderen wichtigen Entscheidungen nehmen wir uns auch die Zeit und informieren uns über deren Voraussetzungen, den Ablauf und die Konsequenzen. Vor einer Vertragsunterzeichnung lesen wir normalerweise die Klauseln sorgfältig durch - im Organspendeausweis jedoch fehlt das Kleingedruckte. Wir möchten zum Nachfragen ermutigen.
     
  • Wir wollen das Schweigen durchbrechen und Menschen ermutigen, ihre belastenden Erfahrungen mitzuteilen, vielleicht auch aufzuschreiben. Nur so kann der oft gehörte Einwand: "Aber Organspende ist doch gut!" aufgebrochen werden.
     
  • Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt. Persönliche Erfahrungsberichte veröffentlichen wir nur nach ausdrücklicher Einwilligung.
     
  • Auch wir sind dafür, dass schwerkranke Menschen Hilfe erhalten, aber eine Organentnahme ist nur dann zu verantworten, wenn Menschen sich bewusst nach Kenntnis aller Bedingungen einer Organentnahme bei lebendigem Leib für die Organspende entschieden haben.
     
  • Wir lehnen darum die jetzt geforderte Erklärungslösung ab, bei der die Bürger sich schriftlich festlegen sollen, ob sie Organe geben wollen oder nicht, entweder in einem Register oder auf der Versichertenkarte. Nur die enge Zustimmungslösung nach umfassender Aufklärung ist ethisch zu vertreten.
     

Mehr über uns und unsere Ziele finden Sie in der Vereinsvorstellung.

Kontakt:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V.
Ricarda-Huch-Str 13
28215 Bremen

Tel.: 05362 / 62648
E-Mail: anfrageMeilzeicheninitiative-kao.de

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